Grease und die Mädchen Gang - oder weshalb “The Ladies” nicht pink sein darf

Was Hollywood mit Esslingen zu tun hat und weshalb zwei Ladies im Herzen pink sind, damit aber nicht mehr werben dürfen – das ist der Stoff für eine nahezu unglaubliche Geschichte aus der Reihe „Echt passiert“. Die Hauptrollen spielen Jennifer Honnef und Nicole Höger, die im Esslinger Ortsteil Zell sehr erfolgreich einen American Diner im Stil der 50er-Jahre betreiben. Für Geschäftsidee und Umsetzung haben sie beim renommierten Gründerpreis Baden-Württemberg den zweiten Platz belegt, beim Gründer­preis Esslingen-Nürtingen sogar den ersten Platz.

Kaum hatten sie ihre Geschäftsidee geboren, begann die Suche nach einem griffigen Markennamen. Die Wahl fiel schnell auf „Pink Ladies“, wie das Damen-Duo ohnehin wegen seiner meist pinkfarbenen Outfits von Freunden genannt wird. Nach sorgfältigen Recherchen, unter anderem in der Datenbank DPMA.de des Deutschen Marken­registers, meldeten sie die Bezeichnung „Pink Ladies“ auf dem großen Dienstweg beim Deutschen Markenamt an und bauten sie hurtig als Marke auf.

„Erst dachten wir an eine Filmrolle, als Paramount Pictures aus den USA uns kontaktierte“, berichten Jennifer Honnef und Nicole Höger. Stattdessen machte der Filmriese unverhofft ältere Rechte an dem Markennamen „Pink Ladies “ geltend, in Verbindung mit dem Film „Grease“ aus dem Jahr 1978.  Paramount hatte beim Harmonisierungsamt im Jahre 2010 Europäische Gemeinschaftsmarken für den Begriff „Pink Ladies“ eingetragen, welche bei der ersten Recherche in der Gründungsphase leider nicht aufgefunden wurden.

„Für uns heißt es jetzt Abschied nehmen von unserem geliebten Marken­namen Pink Ladies 50’s Diner, den wir mit so viel Herzblut aufgebaut haben“, sagen Honnef und Höger mit einigen Tränen im Knopfloch. Weil die beiden längst eine Marke im doppelten Sinn geworden sind, betreiben sie ihren Diner in der Alleenstraße in Esslingen-Zell künftig ganz selbstbewusst unter dem Namen „The Ladies“. Und für ihre Gäste und Freunde kann es ohnehin nur diese beiden Ladies geben.
„Im Herzen bleiben wir pink – durch und durch“, versichern Jennifer Honnef und Nicole Höger.

Sie freuen sich in ihrem zweiten Jahr als Gastro­nominnen auf die besten Gäste der Welt und tragen ihren ursprünglichen Markennamen mit einem unverzagten R.I.P. (Rest in Pink) zu Grabe.

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